17. + 18. November 2017
23. Bochumer Gefäßsymposium: PhleboCompact
- Flyer (PDF, 563 KB)
- Anmeldeformular (PDF, 230 KB)


Donna, 09/2017
"Nicht dick, sondern krank"
- Artikel (PDF, 2 MB)


Der Allgemeinarzt, 12/2017
"Risikofaktor: Hohes Alter"
- Artikel (PDF, 268 KB)


9. September 2017
und 2./3. Februar 2018
Lymphologie für Ärzte/innen
- Flyer (PDF, 124 KB)


Studie zu Besenreisern
- Einladung zur Studienteilnahme (PDF, 158 KB)


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Therapie: Sklerosierungstherapie

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
mit diesem Merkblatt möchten wir Sie über die von Ihnen gewünschte und von uns empfohlene Verödungsbehandlung der Krampfadern informieren. Die Behandlung bedarf Ihrer Einwilligung. Dieses Merkblatt und ein Aufklärungsgespräch sollen Ihnen die Entscheidung erleichtern und Sie über Ihre Erkrankung sowie Grundsätze der Behandlung mit möglichen Folgen und Risiken unterrichten.

Was sind Krampfadern?
Krampfadern sind nicht nur unschön, sondern können auf Grund des gestörten Blutflusses in den Venen Beinbeschwerden bereiten. Sie können zu Hautveränderungen, zum "offenen Bein", zur Venenentzündung und zur Thrombose der tiefen Venen mit der Gefahr einer Lungenembolie führen. Die Krampfadern verursachen eine Verlangsamung und teilweise auch eine fehlgerichtete Strömung des Blutes. Hierdurch können irreparable Schäden an den tiefen Beinvenen entstehen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Folgende Möglichkeiten der Behandlung stehen grundsätzlich zur Verfügung: Kompressionsverbände bzw. Kompressionsstrümpfe. Sie lindern die Beschwerden, ohne das Krampfaderleiden zu beseitigen. Operative und sogenannte endoluminale Verfahren beseitigen oder verschließen größere Krampfadern. Bei der Verödung wird ein Sklerosierungsmittel (Polidocanol) in die Krampfadern eingespritzt.

Ist eine Sklerosierungstherapie für mich geeignet?
Durch sorgfältige Untersuchungen wird festgestellt, ob sich Ihre Krampfadern für eine Sklerosierungsbehandlung eignen. Ist diese angezeigt, so dürfen folgende Erkrankungen /Zustände nicht vorhanden sein:


Schaum oder Flüssig?
Bei bestimmten Krampfadern wird das Sklerosierungsmittel vorher zu einem Schaum aufbereitet. Die Schaum-Verödung ist eine Weiterentwicklung einer bereits bestehenden Methode (Flüssig-Verödung), die bisher nicht zugelassen ist, jedoch den Therapiestandard darstellt. Bei erfahrenen Therapeuten haben sich die Ergebnisse dieser Methode bei einigen Anwendungsgebieten als besser erwiesen. Unter Ultraschallsteuerung besteht eine bessere Kontrolle bei der Injektion von großen Varizen. Nach der Injektion wird meist ein Kompressionsverband oder Kompressionsstrumpf nach Anweisung des Arztes getragen. Bei einer Verödungsbehandlung sind Sie voll belastbar, geh- und arbeitsfähig.

Welche Komplikationen können auftreten?
Die Verödungsbehandlung ist grundsätzlich eine risikoarme Behandlung, jedoch kann kein Arzt eine absolute Risikofreiheit garantieren. Tritt während der Injektion ein starker Schmerz auf, müssen Sie dies sofort mitteilen. Gelegentlich treten nach der Behandlung schmerzhafte Entzündungen im behandelten Venenverlauf bzw. der Umgebung auf. Die beabsichtigte Blutgerinnselbildung in der Krampfader ist gefahrlos und kann durch einen kleinen Einstich/Schnitt beseitigt werden. Allergische Reaktionen verschiedener Schweregrade durch das Verödungsmittel oder die Verbände sind sehr selten. Sehr selten sind weiterhin vorübergehende Nervenausfälle und Sehstörungen beschrieben. Im direkten Verlauf der verödeten Krampfadern können Hautverfärbungen, in ihrer Umgebung neue feine Besenreiser auftreten. Evtl. entstehende kleine Hautdefekte sind dem Arzt zur speziellen Behandlung zu zeigen. Gelangt Verödungsmittel in eine Arterie, so kann ein örtlich umschriebener Gewebsuntergang (Nekrose) resultieren. Sollte es in Ausnahmefällen nach der Verödung zu einer akuten, erheblichen, schmerzhaften Beinschwellung am behandelten Bein kommen, so suchen Sie zur Abklärung einer tiefen Beinvenenthrombose sofort Ihren Arzt auf. Auf Grund des chronischen Leidens können nach einer Behandlung erneut Krampfadern entstehen. Diese können bei Bedarf ebenso verödet werden. Nachkontrollen sind hierzu erforderlich.