Der Allgemeinarzt, 12/2017
"Risikofaktor: Hohes Alter"
- Artikel (PDF, 268 KB)


9. September 2017
und 2./3. Februar 2018
Lymphologie für Ärzte/innen
- Flyer (PDF, 124 KB)


Gesundheitsprofi, 04/2017
"Wirksamkeit nachweisen"
- Presseartikel (PDF, 728 KB)


Frühjahr 2017
Stiftungsprofessur für Phlebologie
- Artikel (Weblink)
- Weitere Medienberichte


Therapie: Endoluminale thermische Ablation bei Krampf­ader­leiden mit Laser- oder Radio­frequenz­kathetern

Was ist die endoluminale thermische Ablation von Krampfadern?
Mit Laser- oder Radioffrequenzverfahren können Venen von innen erhitzt und dadurch schonend verschlossen werden. Die Technik wird in geeigneten Fällen statt chirurgischem Stripping verwendet.

Wie funktioniert das?
Während der Behandlung werden Sie – je nachdem welche Vene behandelt wird - auf dem Rücken oder Bauch liegen. Es wird eine oberflächliche Punktion am unteren Ende der defekten Vene durchgeführt, um den Katheter einzuführen. Dieser Katheter gibt Wärme-Energie direkt in die Venenwand ab. Dadurch wird die Venenwand so erhitzt, dass das Gefäß schrumpft, die Veneninnenwand geschädigt wird und die Venenwände miteinander verkleben. Die Vene verengt bzw. schließt sich und es kann kein fehlerhafter Rückfluss mehr stattfinden. Der Eingriff wird bei uns in örtlicher Betäubung, einer sogenannten Tumeszenzanästhesie, durchgeführt. Eine Vollnarkose ist nicht nötig. Bei Bedarf können zusätzlich Beruhigungsmittel bzw. kurzzeitig einschläfernde Medikamente verabreicht werden.
Vor dem Eingriff werden Ultraschall-Untersuchungen mit der Duplex-Sonographie durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Eingriff im individuellen Fall geeignet ist, um die Krampfader zu verschließen. Während dem Eingriff wird mit dem Ultraschall die Punktion, die Positionierung des Katheters und die korrekte Einbringung der Tumeszenzlösung überprüft.

Werde ich während der Behandlung Schmerzen haben?
Manche Patienten geben ein Gefühl von Hitze oder Wärme, seltener auch von Schmerzen während des Eingriffes trotz örtlicher Betäubung an. Die Operation erfolgt in Tumeszenzanästhesie. Dazu wird der zu operierende Bereich des Körpers mit einem Medikament unterspritzt. Bei der Tumeszenzanästhesie (tumescere, lat.: aufblasen) werden größere Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung gezielt unter Ultraschallkontrolle in die Umgebung der zu behandelnden Venen und ggf. in das darüberliegende Fettgewebe eingespritzt. Durch die Tumeszenzlösung wird der Venendurchmesser zusammengedrückt und verringert, so dass ein besserer Kontakt zwischen der Venenwand und dem Katheters ermöglicht wird. Ferner wird der Abstand zwischen Vene und Haut zum Schutz der Haut erhöht. Außerdem enthält die Lösung Epinephrin (Adrenalin), das die Blutgefäße verengt, und Bicarbonat, welches ein schmerzfreies Infiltrieren der Lösung ermöglicht. Durch die Tumeszenz entsteht ein Druckgefühl im betäubten Bereich, das aber nur wenige Zeit nach der Operation anhält.

Ist mit Komplikationen zu rechnen?
Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken! Trotz größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. Zu nennen sind:

Während der Operation

Nach der Operation

Wie sollte ich mich am Tag der Operation verhalten?
Am Operationstag sollten Sie nicht nüchtern sein, ein leichtes Frühstück oder Mittagessen ist erwünscht. Alkohol dürfen Sie nicht zu sich nehmen. Teilen Sie bitte auch noch einmal mit, welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor dem Eingriff eingenommen haben.

Beruhigungsmittel können bei nervösen Patienten über die Verweilkanüle verabreicht werden.

Zur Überwachung bleiben Sie noch einige Zeit bei uns, bevor Sie nach Hause entlassen werden. Aufgrund der örtlichen Betäubung werden die betroffenen Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachlässt, können leichte Schmerzen oder Missempfindungen auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol oder Diclofenac Tabletten als Schmerzmittel mindern können. Im allgemeinen werden Sie sich nach der Operation fit und wohl fühlen. Trotzdem dürfen Sie für 24 h nicht selber am Steuer eines Autos fahren.

Die Zeit vor dem Eingriff
Es ist ratsam, sich am Operationstag bequem zu kleiden.

Die Zeit nach dem Eingriff
Nach dem Eingriff wird häufige, leichte Bewegung empfohlen. Allerdings sollten Sie sich nicht übermäßig anstrengen, nichts Schweres heben und einige Tage nach dem Eingriff nicht lange stehen. Wir werden Ihnen zusätzlich Kompressions-Strümpfe verschreiben. Es wird eine Folgeuntersuchung mittels Ultraschall am ersten Arbeitstag nach dem Eingriff durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich im tiefen Venensystem kein Thrombus gebildet hat.

Duschen ist nach Abnahme des Kompressionsverbandes am nächsten Morgen erlaubt.

Beachten Sie bitte auch die vorübergehende Einschränkung Ihrer Straßenverkehrstauglichkeit durch Betäubungs , Schmerz oder Beruhigungsmittel. Lassen Sie sich bitte deshalb abholen. Sie dürfen in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Am nächsten Tag können Sie bereits wieder selbst Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw. jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik treiben. Viele Patienten gehen bereits am Tag nach dem Eingriff ihrer beruflichen Tätigkeit nach, aber es kann auch sein, dass Sie sich noch ein paar Tage Ruhe gönnen möchten.

Was ist wichtig?

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