Der Allgemeinarzt, 12/2017
"Risikofaktor: Hohes Alter"
- Artikel (PDF, 268 KB)


9. September 2017
und 2./3. Februar 2018
Lymphologie für Ärzte/innen
- Flyer (PDF, 124 KB)


Gesundheitsprofi, 04/2017
"Wirksamkeit nachweisen"
- Presseartikel (PDF, 728 KB)


Frühjahr 2017
Stiftungsprofessur für Phlebologie
- Artikel (Weblink)
- Weitere Medienberichte


Krankheitsbilder: Kompressionsstrumpf

Für viele von Ihnen ist es sicher das erste Mal, dass Sie Kom­press­ions­strümpfe tragen. Wenngleich die Kom­pressions­therapie als die Basis der phlebologischen und lymphologischen Behandlung gilt und über viele Jahrhunderte ihre Wirksamkeit bewiesen hat, so ist sie beim Anwender trotzdem oft nicht besonders beliebt. Moderne Strumpfmaterialien sowie zahlreiche Hilfsmittel haben den alltäglichen Umgang mit der Kom­pressions­therapie heute zwar schon deutlich verbessert, doch bleiben oft noch Stolperfallen zurück.

Welche Tipps gibt es zum Anziehen der Kom­press­ions­strümpfe? Wie lange sollten die Kom­press­ions­strümpfe pro Tag getragen werden? Diese Angaben sind lediglich Richtgrößen und sind nicht auf alle Patienten übertragbar. Ihre individuelle Tragezeit besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Was sind typische Nebenwirkungen der Kom­press­ions­strümpfe?
Unter der Kom­pressions­therapie kommt es zu einem Peelingeffekt des Strumpfes auf der Haut. Dadurch wird diese trocken, kann Rötungen aufweisen und zu Juckreiz neigen. Daher sollten Sie Ihren Beinen am Abend, wenn Sie die Kom­pressions­therapie ablegen, eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege gönnen.

Wie sollten die Kom­press­ions­strümpfe gepflegt werden?
Die Pflege der Kom­press­ions­strümpfe sollte streng nach den Anweisungen des Herstellers erfolgen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Kom­press­ions­strümpfe nicht zu heiß oder mit Zusatz von Weichspülern gewaschen werden. Kom­press­ions­strümpfe gehören auch nicht in den Trockner oder auf die Heizung!

Was ist, wenn ich mit den Kom­press­ions­strümpfen nicht zurecht komme?
Die Kom­press­ions­strümpfe können nur dann optimal wirken, wenn Sie korrekt und regelmäßig angewendet werden. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie mit Ihren Strümpfen nicht zurecht kommen oder diese nicht richtig sitzen, Ihren Einschnürungen oder Scheuerstellen verursachen, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Sanitätshaus oder Ihrem behandelnden Arzt, damit der Sitz der Strümpfe überprüft werden kann.

Wann brauche ich neue Kom­press­ions­strümpfe?
Moderne Kom­press­ions­strümpfe sind so gefertigt, dass sie den vorgeschriebenen Anpressdruck über mindestens 3-6 Monate halten sollten. Es ist dafür aber essentiell, dass die Strümpfe gut gepflegt werden. Zu Lasten Ihrer Krankenkasse kann ein neues Paar Kom­press­ions­strümpfe alle 6 Monate verordnet werden. Ausnahmen sind möglich, wenn sich die Beinform erheblich verändert hat.

Reichen nicht auch Stützstrümpfe?
Neben den medizinischen Kom­press­ions­strümpfen, die ein verordnungsfähiges Hilfsmittel sind, gibt es auf dem Markt frei verkäufliche Stützstrümpfe und auch die bekannten bei bettlägerigen Patienten im Krankenhaus angewendeten Antithrombosestrümpfe. Diese Strümpfe haben andere Anpressdruckwerte als die medizinischen Kom­press­ions­strümpfe und können diese daher nicht ersetzen.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Venenzentrums gerne zur Verfügung!

 zurück