17. + 18. November 2017
23. Bochumer Gefäßsymposium: PhleboCompact
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- Anmeldeformular (PDF, 230 KB)


Donna, 09/2017
"Nicht dick, sondern krank"
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Der Allgemeinarzt, 12/2017
"Risikofaktor: Hohes Alter"
- Artikel (PDF, 268 KB)


9. September 2017
und 2./3. Februar 2018
Lymphologie für Ärzte/innen
- Flyer (PDF, 124 KB)


Studie zu Besenreisern
- Einladung zur Studienteilnahme (PDF, 158 KB)


Krankheitsbilder: Die arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Was ist die arterielle Verschlusskrankheit?
Der Begriff der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit, Claudicatio intermittens, "Raucherbein") umfasst alle arteriellen Durch­blutungs­störungen, die durch Gefäßverengungen oder -verschlüsse verursacht werden. Man unterscheidet eine akute von einer chronischen arteriellen Verschlusskrankheit. Arterien, oder auch Schlagadern, nennt man alle Gefäße, die Blut vom Herzen wegführen. Im Körperkreislauf leiten die Arterien warmes, sauerstoff- und nährstoffreiches Blut zu den Organen. Die permanente Versorgung durch diese Bestandteile ist für die Lebensfähigkeit des Gewebes eine Grundvoraussetzung.

In den westlichen Industrieländern tritt die Verschlusskrankheit von Gliedmaßenarterien bei etwa 18% der Gesamtbevölkerung auf. Obwohl es verschiedene Vorbeuge- und Behandlungsmaßnahmen gibt, ist sie auch heute noch einer der Hauptgründe für Gliedmaßenamputationen (in Deutschland werden jährlich mehr als 30.000 Gliedmaßenamputationen wegen arterieller Durchblutungsstörungen durchgeführt!).

Welche Ursachen hat die arterielle Verschlusskrankheit?
Chronische Gliedmaßenarterienverschlüsse sind in über 90% auf arteriosklerotische Gefäßveränderungen (Verkalkungen der Gefäßwände) zurückzuführen. Die wichtigsten Wegbereiter dafür sind neben dem Rauchen hohe Blutfettwerte, die Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, erbliche Faktoren und Bewegungsmangel.

Wie kann ich der arteriellen Verschlusskrankheit vorbeugen?
Da das Rauchen den Hauptrisikofaktor der pAVK darstellt, sollten Raucher den Nikotinkonsum unbedingt einstellen. Ferner ist es wichtig, sich viel zu bewegen (spazieren gehen u.ä.).

Woran erkenne ich eine arterielle Verschlusskrankheit?
Das wichtigste Zeichen der arteriellen Verschlusskrankheit sind Schmerzen in der beanspruchten Muskulatur bei Belastungen bzw. beim Gehen. In späteren Stadien können diese Schmerzen auch in Ruhe auftreten und von Hautschäden begleitet sein.

Wie untersucht der Arzt eine arterielle Verschlusskrankheit?
Durch eine körperliche Untersuchung sowie Anwendung der arteriellen Ultraschall-Doppler-Untersuchung, Ultraschall-Duplex-Untersuchung sowie der arteriellen Audiophotoplethysmographie kann Ihr Arzt eine präzise Diagnose stellen. Zudem kann die Belastungsfähigkeit Ihrer Beine auf dem Laufband ermittelt werden. Alle diese Untersuchungen sind unblutig, nicht schmerzhaft und belasten den Patienten nicht. Wird mit diesen Untersuchungen ein Anhalt für eine arterielle Verschlusskrankheit festgestellt, ist manchmal eine radiologische Untersuchung, wie eine Kernspinangiographie oder eine digitale Subtraktionsangiographie (DSA), zur genauen Analyse der Verschlussetage und des Verschlusstyps erforderlich.

Wie wird die arterielle Verschlusskrankheit behandelt?
Eine Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit ist je nach Stadium durch Geh- und Gefäßtraining, Medikamente, operativ, z.B. durch eine Bypass-Operation oder eine Aufdehnung der Arterie mittels Ballon (Ballondilatation, PTA) möglich.

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